Besuch in JAPAN
(Ein paar Bilder kommen noch nach)
3. - 15. September 2001
Rudolf und Robert WERNER
Wir wollten das Land kennenlernen aus dem unsere Koi´s stammen und wie man
in JAPAN mit diesen Fischen lebt. Wir wählten einen Flug nach NAGOYA, eine
2,5-Millionen-Stadt, bei der die Vorstädte bekannter sind als die Stadt selber:
TOYOTA-City und YATOMI, die Goldfischstadt. Am 6. Sept. morgens kam unser
japanischer Geschäftsfreund ins Hotel. Zuerst gab es eine Einführung in das
3-stufige System der KOI-Wirtschaft:
1. Die KOI-Züchter
Familienbetriebe, die seit Generationen Fische züchten. Sie verfügen über größere
landwirtschaftliche Flächen in Feuchtgebieten. Sie haben sowohl Freilandteiche
mit 1000 m² und mehr ,als auch hallenartige Glashäuser. Überall laufen Wasser-
räder und Pumpen zur Einbringung von Sauerstoff in das Wasser.
Der Ablauf der Zucht:
Im zeitigen Frühling werden die Aufzuchtteiche zuerst desinfiziert,dann gedüngt
und gefüllt, es sollen sichals Startfutter viele Mikroorganismen bilden, der Teich
wird schlammig und grün. Dann werden die Zuchttiere zum Ablaichen gebracht.
Es gibt Ablaichbecken, aber wir haben auch Netzablaichkästen (ca. 1 qm), die in
großen Becken hängen, gesehen. Kunststoffablaichsubstrat wird in die Behälter
gebracht. Nach dem Ablaichen werden die Zuchttiere wieder entfernt. Ein Verpilzen
des Laiches wird zumeist mit einfachen Medikamenten verhindert. Nach einigen
Tagen, wenn die kleinen Fischen schwimmen können, werden sie in die Aufzucht-
teiche umgesetzt. Solange die kleinen Fische von den Mikroorganismen im trüben
Wasser leben, sind sie relativ sicher vor ihren Feinden den Wasservögel. Wenn sie
aber dann futtersuchend nach oben kommen, dann wird es gefährlich. Die Züchter
verwenden dann alle Mittel zum Vertreiben der Vögel. Gefüttert wird mit einem
Granulat, das von der Landwirtschaftsorgansation geliefert wird. Es dürfte Fisch-
mehl, Soja und Mehl enthalten. Im Spätherbst kommt dann die große KOI-Ernte,
das Abfischen der Teiche und danach die Auktionen. Ein Züchter produziert oft
hunderttausende Koi´s.
..
2. Die KOI-Dealer.
Sie treten bei den Auktionen als Käufer auf. Bei ihnen werden die Fische in klares
Wasser umgesetzt. Diese Becken sind zumindest abgedeckt und damit gegen zu
starke Sonne und Vögel geschützt. Große Filteranlagen halten das Wasser sauber.
Hier wird nach Größe und Qualität sortiert. Besonders schöne Tiere werden
zurückbehalten, damit man sie 2- 3 Jahre später zu einem sehr hohen Preis
verkaufen kann. Man verfügt hier über alle Einrichtung zum Versand innerhalb
Japans und auch Übersee.
3. KOI-Geschäfte
Von den KOI-Dealern werden die KOI-Geschäfte mit verkaufsfähigen Fischen
versorgt. Diese Geschäfte sind auf optischen Eindruck eingerichtet.
Während bei vorigen Stufen alles auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet war, gibt
es Zierteiche und optisch ansprechende Becken, es wird an den Privatkunden
verkauft.
Nach dieser Einführung ging es in ein KOI-Geschäft.

Danach zu einem Züchter.
Von dort nach YATOMI .

Abends fuhren wir nach HAMAMATSU 120 km östlich von NAGOYA.
Am nächsten Tag besuchten wir Züchter im Bereich einer flachen Lagune am
Pazifik.
Es war etwas eigenartig, wir in einer urtümlichen Sumpflandschaft
und über uns auf einer Hochtrasse rast der SHINKANSEN-Express alle
Viertelstunden vorbei.
Am 7. Sept. bekamen wir unseren Leihwagen einen TOYOTA , - was sonst
in dieser Gegend - und wir bewegten sich als Touristen mit Hauptaugenmerk
auf Gärten und Aquarien im Raum KYOTO, NARA, OSAKA bis hinauf
zum japanischen Meer und im Mittelgebirge nördlich von NAGOYA.

JAPAN in Schlagworten:
- sehr, sehr freundlich und hilfsbereit
- sehr sicher
- Linksverkehr
- schnelles Reisen ist sehr teuer (Expresszüge und Autobahnen)
- kaum Englischkenntnisse (man braucht Hände und Füße zum Reden)
- kein Trinkgeld (wirklich)
- keine Wanderwege in den Bergen
- wenig Strandleben an den Meeren
- vernünftige Preise in Schnellrestaurants (Menü ATS 60,- bis 80,-)
- Übernachtung in sauberen Gasthöfen ATS 600,-/Person
...........................in Vertreter-Hotels ATS 900,-/Person
- 1 bis 2 mal Regen pro Woche